EPILOG: Leipziger Turf aktuell und Ausblick

Im Jahr 2007 kann die Galopprennbahn am Scheibenholz auf ihr 140-jähriges Bestehen zurückblicken.
In den vergangenen Jahren mussten die Verantwortlichen der Leipziger Rennvereine durch politisch und wirtschaftlich wechselvolle Zeiten immer wieder um eine Erhaltung des Galopprennsports am Standort Leipzig kämpfen. So haben gesellschaftliche Veränderungen wie das Totalisatorverbot von 1881 bis 1985, der 1. Weltkrieg und die darauf folgende Hyperinflation mit der Währungsumstellung von 1923, die Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1932, der 2. Weltkrieg und die daraus resultierende Teilung Deutschlands, die Verstaatlichung des Galopprennbetriebes in der DDR und die Währungsunion von 1990 bzw. die Einführung marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen in den neuen Bundesländern das Leipziger Turfleben nachhaltig beeinflusst.
Unabhängig davon wurden in all den Jahren – wenn auch mit unterschiedlichem Erfolg – im Leipziger Scheibenholz Galopprennen im Dienste der Vollblutzucht durchgeführt. Dabei dienten auch die vom Rennverein ausgeschriebenen und durchgeführten Leistungsprüfungen als eine vom Menschen organisierte Zuchtauswahl, die die natürliche Auslese auf der freien Wildbahn ersetzen und gleichzeitig eine sinnvolle Freizeitgestaltung für die ganze Familie ermöglichen sollen.
Damit war und ist die Galopprennbahn am Scheibenholz als älteste Leipziger Sportstätte unmittelbar mit dem sozialen und kulturellen Leben unserer Messestadt verbunden.
Die Chronisten haben die Hoffnung, dass der Leipziger Turf auch in Zukunft seinen angemessenen Platz im Rahmen des deutschen Galopprennsports behaupten kann.
In diesem Sinne wünschen wir dem Leipziger Reit- und Rennverein Scheibenholz e. V. auf dem Weg zum 150-jährigen Jubiläum „Hals und Bein“.

Bernd Schirm und
Hans-Volkmar Gaitzsch

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